Baufinanzierung ohne Eigenkapital: Ist eine Vollfinanzierung empfehlenswert?
02.Juli 2007
Noch vor nicht allzu langer Zeit war eine Vollfinanzierung eines Hauses ohne Eigenkapital nahezu unmöglich. Doch in letzter Zeit häufen sich die Angebote von Baufinanzieren für eine 100%-Finanzierung des Eigenheims. Doch was ist von solchen Angeboten zu halten, und wie empfehlenswert ist eine derartige Baufinanzierung für Häuslebauer wirklich?
Fakt ist nach wie vor, dass für eine Baufinanzierung die Bauherren auf jeden Fall so viel Eigenkapital wie möglich in das Eigenheim investieren sollten. Die allgemeinen Empfehlungen gehen von 25-40% der Bausumme aus - je mehr, desto besser. Denn das eingesetzte Eigenkapital verringert die monatlichen Belastungen erheblich. Nicht nur die Tilgungsrate fällt niedriger aus, sondern auch der Zinssatz verringert sich, wenn mehr Eigenkapital zur Finanzierung beigesteuert wird, da für die Banken so mehr Sicherheiten vorhanden sind.
Wer trotzdem das Risiko einer Vollfinanzierung eingehen möchte, der sollte sich zumindest im Voraus realistisch ausrechnen, wieviel er monatlich für die Hypothekenraten ausgeben kann - auch unter Einbeziehung von eventuell auftretender Einnahmeeinbußen wie zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit. Nichts ist schlimmer für eine junge Familie, als ständig mit der Angst leben zu müssen, das mühsam aufgebaute Eigenheim meist noch erheblich unter Wert vollständig zu verlieren, wenn die monatlichen Belastungen zu hoch werden.
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