Kapital am Geldmarkt nachhaltig anlegen

12.Oktober 2011

Renditechancen und Sicherheit waren lange Zeit die wesentlichen Anlagekriterien bei Finanzprodukten. Angesichts ökologischer Herausforderungen achten aber auch immer mehr Anleger auf die Nachhaltigkeit von Investitionen.

Nachhaltigkeit als Anlagekriterium: Verschiedene Möglichkeiten

Mit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten hat sich auch das Angebot vergrößert. Es gibt eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten, welche jedem erdenklichen Sicherheitsbedürfnis beziehungsweise jeder Risikobereitschaft gerecht werden. So können Kunden zum Beispiel Geld bei Bankinstituten anlegen, die dieses explizit für ökologisch sinnvolle Investitionen bereitstellen. Das kann bedeuten, dass diese Institute Kredite zum energieeffizienten Bauen und Sanieren oder zur Anschaffung von Photovoltaikanlagen an Privatkunden und Unternehmen geben. Wählen Verbraucher bei einer solchen Bank Giro- oder Tagesgeldkonten und festverzinsliche Sparpapiere, haben sie nachhaltige Geldanlagen mit größtmöglicher Sicherheit. Diese Sparformen fallen nämlich unter die gesetzliche Einlagensicherung, die Beträge bis zu 100 000 Euro staatlich garantiert.

Nachhaltige Investmentfonds

Eine Alternative ist, Investmentfonds zu kaufen. Auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile verschiedene Unternehmen, die nachhaltige Geldanlagen anbieten. Bei Geldmarktfonds bedeutet dies beispielsweise, dass die Schuldner einer entsprechenden Prüfung unterzogen werden. So werden unter anderem keine Papiere von Konzernen gekauft, die im Sektor der Atomenergie tätig sind. Allerdings sollten Kunden genau schauen, welche Maßstäbe jeweils zugrunde gelegt werden. Der Begriff Nachhaltige Geldanlagen ist nämlich nicht geschützt und kann von jedem Anbieter nach Belieben verwandt werden. Entweder sollten Verbraucher sich im Verkaufsprospekt informieren oder Testberichte von unabhängigen Dritten heranziehen. Die Frage ist nicht nur, wie konsequent Kriterien umgesetzt werden, sondern auch wie umfangreich diese sind. So bedeuten bei manchen Anbietern nachhaltige Geldanlagen auch, dass Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen sowie Rüstungsproduktion Ausschlussgründe sind. Des Weiteren gibt es einen Unterschied in der Herangehensweise: Einige nachhaltige Investmentfonds nehmen nur Papiere von Unternehmen auf, die sich in diesen Bereichen aktiv engagieren. Bei anderen ist es so, dass nur negativ auffallende Konzerne ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der Sicherheit ist bei Investmentfonds darauf hinzuweisen, dass sie nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen. Bei Fonds können Kursschwankungen zu Verlusten führen. Im Gegensatz zu Aktien stellen sie aber eine sehr konservative Form der Geldanlage dar.

Artikel gespeichert unter: Geldanlage

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