Venture Capital

Venture Capital Finanzierung für junge Unternehmen

4. Schlussbetrachtung

Der deutsche Venture Capital-Markt ist im Vergleich zu dem amerikanischen oder britischen Beteiligungsmarkt trotz eines allmählichen Reifeprozesses immer noch relativ schwach entwickelt. Dies trifft aktuell besonders auf die Frühphasenfinanzierung junger Unternehmen zu. Nach den negativen Erfahrungen in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes sind Anleger und Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf risikoreiche Early-Stage-Investments eher zurückhaltend gestimmt. Auch wenn mit den neu aufgelegten und vom Staat geförderten Gründerfonds erste Anzeichen für eine Stimulierung der Investitionstätigkeit in junge Unternehmen zu erkennen sind, so stellt sich die Situation für junge Unternehmen derzeit immer noch relativ schwierig dar, Kapital über den Beteiligungsmarkt zu akquirieren.

Aber auch auf der Unternehmerseite ist eine gewisse Scheu vor einer Beteiligung erkennbar. Die Angst, die Kontrolle über das eigene Unternehmen zu verlieren, ist immer noch stark verwurzelt.

Dabei hat sich im Laufe dieser Arbeit durchaus gezeigt, dass Venture Capital eine Finanzierungsalternative oder doch zumindest eine sinnvolle Finanzierungsergänzung für junge Unternehmen sein kann. Venture Capital verbessert die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens, bringt Know-how ins Unternehmen, erhöht dessen Reputation und trägt zu einem höheren Unternehmenswachstum bei. Ob eine Venture Capital Finanzierung nun für ein Unternehmen in Betracht kommt, kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern hängt je nach Einzelfall von der Unternehmenssituation und dem notwendigen Finanzierungsbedarf ab. Für junge Technologieunternehmen, die einen extrem hohen Kapitalbedarf haben, kann Venture Capital die einzige Alternative sein. In den meisten Fällen kann Venture Capital aber auch einfach nur ein Baustein im Finanzierungsmix sein.

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